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Archiv 2011

31.10.2011
Zwillingsturbine Val Mila, Sedrun
In Betrieb !
Val Mila 183
Höhenunterschied:387 m
Ausbauwassermenge:60 l/s
Leistungslänge:1940 m
Durchmesser der Leitung:0.2 m
Leistung:183 kW
Investitionskosten:CHF 0.75 Mio.
Jahresprodunktion:540 MWh
Turbine:1 Düsige Peltonturbine
Inbetriebnahme:Oktober 2011

Val Mila 37
Höhenunterschied:209 m
Ausbauwassermenge:25 l/s
Leistungslänge:1260 m
Durchmesser der Leitung:0.15 m
Leistung:37 kW
Investitionskosten:CHF 0.25 Mio.
Jahresproduktion:160 MWh
Turbine:1 Düsige Peltonturbine
Inbetriebnahme:Oktober 2011


13. August 2011
KW Seedorf in Betrieb
Seedorf
Strombedarf von 250 Haushalten gedeckt

In Rekordzeit konnte das Kleinwasserkraftwerk Bolzbach realisiert werden. Das Überschusswasser der Trinkwasserquelle Chuchibach liefert 1,2 Millionen Kilowattstunden Strom.

Am 13. Juni stimmte die Seedorfer Bevölkerung mit einem überwältigenden Mehr dem Kredit über 2,1 Millionen Franken für den Bau eines Kleinwasserkraftwerks zu. Zuvor hatte die Firma Baumann Hedinger Gasser AG den Wirtschaftlichkeitsnachweis erbracht. Durch die Erneuerung der Quellableitung und den Bau eines Kleinwasserkraftwerks wird die Chuchibachquelle auch für die nächste Generation eine grosse Bedeutung behalten. Einerseits kann die Bevölkerung ausreichend mit einwandfreiem Trinkwasser versorgt werden. Andererseits kann das vorhandene Wasser zur Produktion von ökologisch hochwertigem Strom genutzt werden.

Partnerschaft zwischen EWA und Gemeinde

Am Samstag, 13. August, konnte nun das Werk feierlich eingeweiht werden. Zahlreiche Behördenmitglieder und Mitarbeitende der ausführenden Firmen sind dafür nach Seedorf gekommen. Das Bauvorhaben realisierte die Kraftwerk Seedorf AG (KW Seedorf AG), ein Zusammenschluss zwischen der Gemeinde Seedorf und der Elektrizitätswerk Altdorf AG (EWA). Zum heutigen Zeitpunkt ist die Einwohnergemeinde Seedorf, vertreten durch die Wasserversorgung, mit 80 Prozent und das EWA mit 20 Prozent an der Gesellschaft beteiligt. Alfred Zwyssig, Verwaltungsratspräsident der KW Seedorf AG sagte bei der Begrüssung: «2011 ist für Seedorf ein neuer Meilenstein.» Er sei stolz und dankbar zugleich, dass der Bau des Kraftwerks, wo zeitweise schwierigste Bedingungen im steilen Gelände geherrscht hätten, ohne Unfall über die Bühne gegangen sei. «Der edle Tropfen Trinkwasser wird durch das neue Kleinwasserkraftwerk ein zweites Mal veredelt», erklärte Alfred Zwyssig.
Verwaltungsrat Werner Jauch, Leiter Energie des EWA, freute sich über die gute Partnerschaft zwischen dem EWA und der Gemeinde Seedorf. «Das EWA betreibt zurzeit zehn eigene Wasserkraftwerke und besitzt daher viel Erfahrung und Know-how, wovon das Kleinwasserkraftwerk profitieren kann», ist Werner Jauch überzeugt. Das Kraftwerk Seedorf könne im Weiteren vom Einsatz des EWA-Pikettpersonals bei Störungen profitieren. Zudem sei die EWA-Energieleitstelle für die Steuerung und Überwachung der Anlage während 24 Stunden an 365 Tagen im Jahr besorgt.

Synergien genutzt

Am 24. Januar dieses Jahres begannen die Bauarbeiten. Für Bauingenieur Marcel Gasser hatte die Sicherstellung der Wasserversorgung immer oberste Priorität. Das überschüssige Wasser der Trinkwasserversorgung wird nun in einer 1111 Meter langen Druckleitung in das 363 Meter tiefer gelegene Kraftwerk Bolzbach geleitet. Hier konnten beim Bau der neuen Anlage diverse Synergien genutzt werden. Die Unterbringung der elektromechanischen Anlageteile in das bereits bestehende Zentralengebäude, die kurzen Kabelwege, der bestehende Unterwasserkanal und die Integration in das Leitsystem sind nur einige der sachdienlichen Synergien, die genutzt werden konnten. Die neue vertikale Peltonturbine mit drei Düsen und einer Turbinenleistung von 380 kW soll jährlich ungefähr 1,2 Millionen kWh produzieren. Damit könnte der Strombedarf von etwa 250 Haushalten gedeckt werden.
Pfarrer Walter Bucher segnete das Werk und sprach dabei von den vier Elementen: Es brauche Wasser zum Leben, Luft zum Atmen, Erde, um zu stehen, und das Feuer sei das Symbol für die Begeisterung im Leben. Am Nachmittag konnte die Bevölkerung das neue Kleinwasserkraftwerk am «Tag der offenen Tür» besichtigen.

Paul Gwerder

12.7.2011
Kerns
Trinkwasserkraftwerk geht ans Netz
Im Obermattli entsteht Strom für 90 Haushalte
Diese Turbine nutzt das Trinkwasser für die Stromproduktion.

Nach einer Bauzeit von rund drei Monaten ist das Trinkwasserkraftwerk Obermattli in Kerns am Mittwoch, 6. Juli, ans Netz angeschlossen worden. Es befindet sich nun in der Testphase. Mit dem neuen Kleinkraftwerk wird voraussichtlich eine mittlere Jahresproduktion von 320 Megawattstunden Strom erzielt. Das reicht für die Deckung des jährlichen Strombedarfs von rund 90 Haushalten. Das neue Kraftwerk leistet einen wichtigen Beitrag zur Stromversorgung der Region mit CO2-freier, erneuerbarer und einheimischer Energie. Das neue Trinkwasserkraftwerk wurde in Kooperation der Gemeinde Kerns und der TW Energie AG realisiert, welche das Kraftwerk im Auftrag der Gemeinde geplant und erstellt hat und nun betreiben wird.

Gemeindekanzlei Kerns

11. Mai 2011
Kraftwerk Engstligenalp in Betrieb
Wasserkraftwerk Engstligenalp, Adelboden

Bauherrschaft Bergbahnen Engstligenalp AG
Bauleitung HYDRO-SOLAR Engineering AG
Baubeginn 01.06.2010
Inbetriebsetzung 31.05.2011

Ausbauwassermenge 1´350 l/s
Restwasserdotierung 74 l/s
Bruttofallhöhe 56.91m
Nettofallhöhe bei Qa 53.81m
Installierte Leistung 570 kW
Stromproduktion 2.00 GWh/Jahr
Investitionsumme 2.5 Mio. SFr.
Turbinentyp Ossberger Durchströmturbine
Turbinendrehzahl 500 U/min
Generator Synchron, 655 kVA
Transformator 0.4 / 16 kV

Die Bergbahnen Engstligenalp AG betreibt seit 1934 auf der Engstligenalp ein Kleinwasserkraftwerk. Der erzeugte Strom diente ursprünglich zum Betrieb der Luftseilbahn. Seit dem Anschluss ans öffentliche Stromnetz im Jahre 1972 wird der Strom direkt dem lokalen Elektrizitätswerk verkauft. Die Konzession für das Kraftwerk Engstligenalp wurde 1963 zuletzt für eine Dauer von 50 Jahren erteilt und läuft somit 2013 aus. Im Rahmen einer Neukonzessionierung werden die Fallhöhe und die Ausbauwassermenge erhöht. Die neue, unterirdische Kavernenzentrale wird mit einer zweizelligen Durchströmturbine ausgerüstet. Abgesehen von der bestehenden Wehranlage und der neuen Entsanderanlage sind alle Bauwerke unter dem Terrain, wodurch die einzigartige Topographie der Engstligenalp erhalten bleibt.